Herzlich willkommen allen Interessierten,
als erstes möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist Manuela Walter, genannt Manu. Ich bin die Mutter eines hochgradigen Legasthenikers, er heißt Tobi und ist 13 Jahre alt. Da ich bis vor 6 Jahren noch nie etwas mit LRS (Lese- und Rechtschreibschwäche) oder Legasthenie zu tun hatte, war ich anfänglich sehr verzweifelt über die Probleme meines Sohnes, da ich wußte, dass er nicht dumm ist und trotzdem waren Lesen und Schreiben ein Horror für ihn und auch für mich, da ich nicht wußte, wie ich meinem Kind helfen kann. Fast täglich flossen Tränen, was mir unheimlich weh tat, denn ich wollte ihm doch nur helfen. Aber Lesen und Schreiben waren ein absolut "rotes Tuch" für ihn.
Die Unterstützung von Schulen, Schulpsychologen und später Jugendamt (in Bayern ist dieses für eine Legasthenietherapie zuständig), waren nicht gerade sehr hilfreich, sondern ganz im Gegenteil. In Kurzform: Erst am Ende des 3. Schuljahres wurde mein Sohn, auf mein Drängen hin, getestet, obwohl der Schulpsychologe sein Klassenlehrer war. 3 Jahre verschenkt, obwohl gerade in dieser Zeit meinem Sohn am besten hätte geholfen werden können. Weitere 3 1/2 Jahre wurde mein Sohn dann, dank meiner Eigeninitiative, nur von mir unterstützt, da ich mich mit dem Jugendamt rumschlagen musste. Was der Schulpsychologe (näheres dazu unter: Schulen) und das Jugendamt mit Ihrer Gleichgültigkeit meinem Sohn angetan haben, darüber darf ich gar nicht genau nachdenken, denn sonst kocht mein Blutdruck heute noch über.
Ergebnis der Testungen: Mein Sohn ist hochgradiger Legastheniker, allerdings mit einem IQ von 139. Der hohe IQ eigentlich ein Grund zur Freude, aber die Situation hat es nur noch verschlimmert, da alle nur die Legasthenie sehen, nicht aber die Intelligenz. Da ich mir als alleinerziehende Mutter mein Geld gut einteilen muss, konnte ich mir ohne Unterstützung des Jugendamtes eine Therapie (Stundensatz € 40 - € 50) ein bis zwei Mal die Woche nicht leisten. Also fing ich an nach Alternativen zu suchen, um meinem Kind zu helfen, bis das Jugendamt endlich in die Gänge kommt (seit Februar 2005 wird nun endlich eine Therapie vom Jugendamt übernommen - im 7. Schuljahr!!). Eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass mein Sohn inzwischen 13 ist und die Legasthenie bereits seit fast 4 Jahren bekannt ist und ich seitdem um eine Therapie durch Therapeuten kämpfe. Und lt. Jugendamt, alles zum Wohle des Kindes. (Die Jugendamtgeschichte liefere ich noch irgend wann nach, wenn sich mein Groll etwas gelegt hat)
Ich ergriff die Eigeninitiative und machte mich auf die Suche nach geeigneter Literatur für mich und geeigneter Software für meinen Sohn. Durch die lange Verzögerung von den beschriebenen Stellen, war inzwischen Lesen und Rechtschreibung für meinen Sohn ein absolut rotes Tuch. Die ständige Frustration beim Lesen und Schreiben hatte natürlich noch weitere Auswirkungen: Schulunlust, Aggressionen, wozu soll ich lernen - es bringt doch sowieso nichts, er zog sich zurück usw. Die einzige Möglichkeit an mein Kind heranzukommen, war ein rein audio-visuelles Programm. Es hatte nichts mit Lesen oder Rechtschreibung zu tun, aber es trainierte die Koordination der beiden Gehirnhälften. Dieses Programm konnte ich ihm schmackhaft machen und als sich die ersten Erfolge einsstellten und er merkte, dass man doch Erfolge erzielen kann, kam die Motivation zurück und er war er bereit für andere Programme.
Jetzt mussten wir als erstes gezielt an der Lesefähigkeit arbeiten. Diese waren verherend und das Schlimmste, er konnte die mühseligst gelesenen Texte nicht wiedergeben, da er zu beschäftigt damit war, die Buchstaben zu Worten zusammenzufügen. Ich entdeckte celeco RICHTIG LESEN LERNEN. Aus heutiger Sicht die beste Investition meines Lebens. Mit celeco hat mein Sohn nun, wie der Programmname schon sagt, das Lesen richtig gelernt. Er kann jetzt wirklich lesen ohne Probleme und er kann auch die Inhalte wiedergeben. Eine riesige Hürde bei unserer Legasthenie-Problematik ist genommen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass celeco RICHTIG LESEN LERNEN dieses Jahr für den Deutschen Bildungssoftware Preis 2005 nominiert wurde.
Nun haben wir aber immer noch einen "Meilenstein" zu nehmen, an dem wir immer noch hart arbeiten. Nämlich das Schreiben. Seine Rechtschreibung ist zwar schon besser geworden, auch durch die vorgenannten Programme und auch durch das Programm UNIWORT, aber hier gibt es noch viel zu tun. Da ich meinen Sohn nun auch nicht permanent als "Versuchskaninchen" benutzen möchte, warten wir nun sehnsüchtigst auf das neue Programm von celeco, einem Rechtschreibprogramm. Wenn das so gut ist wie celeco RICHTIG LESEN LERNEN, dann hat sich das Warten mit Sicherheit mehrfach gelohnt. Möchten Sie bei Erscheinen des Programms "celeco Rechtschreibung" informiert werden? Dann klicken Sie bitte hier.
Motiviert durch die Erfolge meines Sohnes beschloss ich meine Erfahrungen auch anderen weiterzugeben. In 2004 hatte ich meine erste kleine Homepage ins Netz gestellt, der ein oder andere kennt uns vielleicht noch daher. Nach vielen Gesprächen mit betroffenen Eltern und Therapeuten stellte sich heraus, dass nicht nur ich den Wunsch nach mehr Erfahrungsberichten von betroffenen Eltern hatte, sondern auch andere. Die Idee zu meiner interaktiven Homepage wurde geboren, nur die Umsetzung dauerte leider etwas länger als gedacht.
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