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celeco - Presseartikel über
celeco wollen
wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten |
Pressemitteilung
zur Nominierung Digita 2005 vom 21.02.2005 (Kurzfassung)
Erfolgreiches
Legasthenie-Programm für Softwarepreis nominiert
Pressemitteilung
zur Nominierung Digita 2005 vom 21.02.2005 (Langfassung)
Prädikat
wertvoll ! - Erfolgreiches Legasthenie-Programm für Softwarepreis nominiert
Psychologie heute
SOFORT
FEHLERFREI LESEN
GEO
9/2002
NEUROPSYCHOLOGIE
- Wenn das Auge schludert
Leserbrief
in GEO 12/2002
WEITER EMPFOHLEN
Deutsche Apothekerzeitung 142. Jahrgang 25.04.2002 Nr. 17
LERNPROGRAMM GEGEN LEGASTHENIE - Leseschwächen am Computer behandeln
MünchnerLehrerZeitung
1/2002
THERAPIEPROGRAMM
BEI LESESTÖRUNGEN
BUS 40 - 2/2000
COMPUTER
UND SCHREIBEN LERNEN
Süddeutsche
Zeitung Nr. 39 Freitag, 15. Februar 2002
LESEN
IST KEINE KUNST -
LMU-FORSCHER ENTWICKELT SOFTWARE FÜR LEGASTHENIKER
Eltern
for Family 6/2002
LERNPROGRAMM
HILFT BEI LESESCHWÄCHE
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Pressemitteilung
vom 21.02.2005 (Kurzfassung) |
Der Münchener Neuropsychologe PD Dr. Dr. Werth von der Ludwigs-Maximilian-Universität hat eine Legastheniesoftware entwickelt, die durch ihre nachweislichen Erfolge seit einiger Zeit für Aufsehen in der Fachwelt sorgt. Jetzt wurde dieses Computerprogramm für den Deutschen Bildungssoftware Preis 2005 nominiert.
Die Jury vom Deutschen Bildungssoftware Preis hat das Lernprogramm celeco RICHTIG LESEN LERNEN, entwickelt von Dr. Reinhard Werth, Neuropsychologe am Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der LMU in München, für den "digita 2005" nominiert. Ausgezeichnet werden damit jährlich "multimediale Lernangebote, die inhaltlich und formal als hervorragend und beispielgebend gelten können". Diese Qualitätsauszeichnung wird vom "Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft IBI e.V.", der "Stiftung Lesen" und der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" vergeben und ist eine Orientierungshilfe für Verbraucher, die im Angebotsüberfluss nach guten Produkten suchen.
Bei der celeco-Software werden die Kinder nicht von multimedialen Spielereien abgelenkt - bewusst gibt es keine Animationen im Programm. Die pädagogisch-didaktische Konzeption ist zudem so, dass nicht nur Legastheniker damit erfolgreich arbeiten können. Auch visuelle Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsstörungen sowie Lesestörungen, die durch ADS/ADHS verursacht sind, können mit dieser Software erfolgreich behandelt werden.
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Pressemitteilung
vom 21.02.2005 (Langfassung) |
Der Münchener Neuropsychologe PD Dr. Dr. Reinhard Werth von der Ludwig-Maximilian-Universität hat eine Legastheniesoftware entwickelt, die durch ihre nachweislichen Erfolge seit einiger Zeit für Aufsehen in der Fachwelt sorgt. Jetzt wurde dieses Computerprogramm für den Deutschen Bildungssoftware Preis 2005 nominiert.
Computersoftware für Legastheniker gibt es reichlich. Doch was ist wirklich erfolgreich? Und was ist für wen sinnvoll? Denn die Legasthenie gibt es nicht! Viele verschiedene Ursachen sind für Lesestörungen verantwortlich, die man inzwischen sehr gut differenzieren kann. Dr. Reinhard Werth, Neuropsychologe vom Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der LMU in München hat ein Lernprogramm entwickelt, das einfach zu bedienen ist und trotzdem alle Phänomene im Kontext von Lesestörungen behandeln kann. Insgesamt hat Werth 14 große Untergruppen von Lesestörungen identifiziert. Mit celeco RICHTIG LESEN LERNEN wird zunächst die Ursache für die Leseschwäche eines Kindes bestimmt, um das Kind dann, im nächsten Schritt per individuell abgestimmten Training am Computer, zu therapieren. Der große Vorteil: das Programm setzt auf dem jeweiligen Leistungsstand des Kindes auf, von wo aus es sich Schritt für Schritt - in dem ihm eigenen Tempo - verbessert. Werth verspricht, dass jedes Kind beim täglichen Üben von 15 Minuten in drei Monaten flüssig und fehlerfrei – auch ohne das Programm - lesen kann. Dass das nicht reine Eitelkeit eines Wissenschaftlers ist, bestätigen Psychologen, Therapeuten, Schulen und Eltern, die die celeco-Trainingssoftware bisher erfolgreich eingesetzt haben.
Auch die Jury vom "digita 2005" war vom Werthschen Computerprogramm angetan. Sie hat celeco RICHTIG LESEN LERNEN für den Deutschen Bildungssoftware Preis 2005 nominiert. Ausgezeichnet werden damit jährlich multimediale Lernangebote, die inhaltlich und formal als hervorragend und beispielgebend gelten können. Diese Qualitätsauszeichnung wird vom Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft IBI e.V., der Stiftung Lesen und der Zeitschrift Bild der Wissenschaft vergeben und versteht sich als Orientierungshilfe für Verbraucher, die im Angebotsüberfluss nach guten Produkten suchen. Bei der celeco-Software werden die Kinder nicht von multimedialem „Schnickschnack“ abgelenkt. Bewusst gibt es keine Animationen im Programm – die gesamte Aufmerksamkeit des Kindes ist auf das Lesen und Schreiben gerichtet. Besonders praktisch: Eigene Übungstexte können einfach in das Programm übernommen werden. Die pädagogisch-didaktische Konzeption ist zudem so, dass nicht nur Legastheniker damit erfolgreich arbeiten können. Auch visuelle Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsstörungen sowie Lesestörungen, die durch ADS/ADHS verursacht sind, können damit erfolgreich behandelt werden. Laut einer Studie hat Werths Verfahren eine Erfolgsquote von 100 Prozent. Doch der Wissenschaftler ruht sich deshalb nicht auf seinen Lorbeeren aus - das Folgeprodukt, ein Computerprogramm zur Behandlung der Schreibschwäche, ist für dieses Jahr angekündigt.
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Psychologie heute SOFORT FEHLERFREI LESEN |
Ein Computerprogramm verhilft Legasthenikern zu schnellen Erfolgserlebnissen.
Genau in der spannendsten Szene geht der Fernseher kaputt. Das Bild ist schwarz,
nichts geht mehr. Der Fernsehmechaniker kommt, zerlegt das gute Stück und
überlegt, woran es liegen könnte. Er prüft die Sicherungen, misst Leitungen durch
und ersetzt das kaputte Modul. Der Fernseher funktioniert wieder.
Mit der Behandlung der „Lese-Rechtschreib-Schwäche" - ehemals als Legasthenie
bezeichnet - könne man ähnlich verfahren und genauso effektiv sein, sagt Reinhard
Werth vom Institut für soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Universität
München. Sobald die richtige Ursache gefunden ist, man sozusagen das defekte
Modul entdeckt hat, können Kinder sofort fehlerfrei lesen. So verspricht es der
Neuropsychologe. Er hat ein Computerprogramm entwickelt, dass er zur Therapie und
Diagnose einsetzt und man kann es auch kaufen. Bislang wird Legasthenie mit
speziell entwickelten standardisierten Testverfahren diagnostiziert und durch
logopädische Übungen kompensiert. Das heißt, es gibt jede Menge Nachhilfestunden,
in denen das Kind pauken muss, nach welchen Regeln man korrekt schreibt und
spricht. Das Problem dabei: Alle Legastheniker bekommen die gleiche Behandlung.
Individuelle Unterschiede werden nicht berücksichtigt. An dieser Stelle setzt
Reinhard Werth an. Für den Münchner Medizinpsychologen gibt es nicht den
Legastheniker. Lesen ist für ihn das Ergebnis zahlreicher Hirnleistungen. Die
verschiedenen für das Lesen zuständigen Regionen sind über weite Bereiche des
Gehirns gestreut. Lesen kann man dann, wenn es dem Gehirn gelingt, diese
verschiedenen Areale zu einem geordneten Zusammenwirken zu bewegen. Sind jedoch
eine oder mehrere dieser Hirnleistungen oder deren Koordination gestört, kann es
zu Leseproblemen kommen. Um die Bereiche ausfindig zu machen, in denen
Koordinations- oder Aufnahmeschwierigkeiten bestehen, geht Werth im Prinzip nicht
anders vor als der Fernsehmechaniker. Er sucht nach dem defekten Modul. Dazu
benutzt er ein selbst entwickeltes Computerprogramm namens celeco. Dieses
beinhaltet Übungen, mit denen systematisch Störquellen ausfindig gemacht werde.
14 große Untergruppen von Lesestörungen hat Werth identifizieren können, wie zum
Beispiel den „zu früh aussprechenden Legastheniker". Normalerweise lassen wir
beim Lesen unseren Blick nicht von einem Buchstaben zum anderen fließen, sondern
fixieren ein ganzes Wort beziehungsweise Wortsegment. Die zu der gesehenen
Buchstabenfolge gehörende Lautfolge und ihre Bedeutung werden im Gehirn
abgerufen, und dann vollziehen wir einen Blicksprung. Die Abrufzeit beträgt bei
Kindern im Alter von sieben Jahren höchstens 300 Millisekunden. Ein „zu früh
aussprechendes" legasthenisches Kind braucht dazu mehrere Sekunden. Wenn es
versucht, schneller zu lesen, kann das Gehirn nicht lange genug nach dem
richtigen Wort in seinem Speicher suchen. So rät das Kind - und bekommt im Fach
Lesen eine sechs. Um zu überprüfen, ob ein Kind ein „zu früh aussprechender
Legastheniker" ist, gibt Werth dem Kind auf dem Monitor einzelne Wörter zu lesen.
Zuerst wird das Wort für 200 Millisekunden gezeigt. Liest das Kind das Gezeigte
falsch, gibt Werth dem Wort ein Signal hinzu, das erst nach mehreren Sekunden
ertönt. Erst wenn es das Signal hört, darf das Kind das Wort laut aussprechen. In
vielen Fällen kann es mit dieser Geschwindigkeit zum ersten Mal in seinem Leben
fehlerfrei lesen. Dann reduziert Werth die Wartezeit bis zu dem Signal, bei dem
das Kind beginnt, Fehler zu machen. So erhält er eine Richtgröße, die bei einem
„zu früh aussprechenden Legastheniker" bei drei oder mehr Sekunden liegen kann.
Das bedeutet, dieses Kind kann fehlerfrei lesen, wenn es sich für jedes Wort oder
Segment mindestens drei Sekunden Zeit nimmt. Somit hat Werth das defekte Modul
schnell gefunden und kann es gegen ein funktionierendes, nämlich eine längere
Abrufzeit eintauschen.
Das neue Leseverhalten muss das Kind jetzt üben. Es soll zuerst seine
individuelle Abrufzeitverinnerlichen und
diese danach sukzessive verringern. Dazu bekommt es die Übung mit seiner
individuellen Abrufzeit auf einer Diskette mit nach Hause. In regelmäßigen
Abständen finden weitere Sitzungen mit dem Therapeuten statt, in denen die
Abrufzeit nach und nach herunterreguliert wird. Werth hat bei zahlreichen von ihm
behandelten Legasthenikern die Erfahrung gemacht, dass bei täglichem Üben von
etwa 15 Minuten das Kind in drei Monaten flüssig und fehlerfrei auch ohne
Computerprogramm lesen kann. „Es wird zwar ein langsamer Leser, aber es wird
fehlerfrei lesen und verstehen lernen", erklärt Werth.
Eine andere Untergruppe sind „buchstabierende Legastheniker". Viele als
legasthenisch bezeichnete Kinder haben erhebliche Schwierigkeiten damit, den
Schritt vom Buchstabenlesen zum Wörterlesen zu vollziehen. Das heißt, das Kind
kann einzelne Buchstaben richtig lesen, doch in dem Moment, in dem die einzelnen
Buchstaben zu einem vollständigen Wort zusammengefügt werden, wird dieses nicht
erkannt. Auch für diese Schwäche bietet das celeco - Programm Trainingsstrategien
an, ebenso wie für „Zu-großer-Blicksprung-Legastheniker". Diese Kinder erfassen
nur vier Buchstaben auf einmal, springen aber mit dem Blick sechs oder acht
Buchstaben weiter. Die übersprungenen Buchstaben raten sie, mal falsch, mal
richtig.
Laut einer Studie hat Werths
Verfahren eine Erfolgsquote von 100 Prozent. Im Moment stellt Reinhard Werth ein
Computerprogramm zur Behandlung der Schreibschwäche fertig, das im Frühjahr 2004
auf den Markt kommt.
Beatrice Wagner
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GEO 9/2002 NEUROPSYCHOLOGIE - Wenn das Auge schludert |
Dank einer neuen,individuell einsetzbaren Software sollen Legastheniker leichter lesen lernen. Sie lesen entweder stockend und fehlerhaft oder aber flüssig, ohne zu verstehen, was sie lesen: Etwa 10 Prozent der Grundschüler im deutschen Sprachraum bleiben in ihrer Lesefähigkeit deutlich hinter dem Klassendurchschnitt zurück. Nicht selten lautet die Diagnose: Legasthenie.
Eine solche Leseschwäche ist jedoch nicht unabänderlich, meint der Neuropsychologe Reinhard Werth vom Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin an der Universität München. Er therapiert seine kleinen Patienten seit neuestem mit einer Software, die er gemeinsam mit der Münchner Firma Celeco entwickelt hat. Damit sei nicht nur die Ursache der Leseschwäche herauszufinden, sondern diese auch gezielt zu behandeln.
Lange galt Legasthenie als eine Störung des zuständigen Hirnareals. Für Werth aber ist der Lesevorgang ein komplexes Netzwerk, das vieler Einzelleistungen bedarf - von der Bilderfassung auf der Netzhaut des Auges bis zu seiner Verarbeitung im Gehirn. Und da könne unterwegs einiges schief gehen.
Schließlich sind die menschlichen Sehfunktionen nicht gerade ideal für das Lesen. Denn nur an einem einzigen Punkt auf der Netzhaut - an der etwa 1,5 Millimeter großen Fovea - wird die optimale Sehschärfe erreicht. Die Augen müssen das zu lesende Wort in dessen mittlerem Bereich also genau fixieren. Wenn aber das Bild des Wortes auf der Netzhaut durch Fehlsteuerung der Augen nur um wenige Millimeter verschoben wird, kann es nicht mehr korrekt gelesen werden. Und genau das könnte Werth zufolge eine Ursache der Legasthenie sein. Manche Kinder schauen, wie Werth beobachtet hat, beim Lesen aber auch einfach nicht richtig hin. Dadurch verfehlt ihr Blick entweder das Wort oder es wird nur so kurz betrachtet, dass sein Sinn nicht erfasst werden kann. Hier vermag Werth´s Software zu helfen: Sie trainiert die Schüler, jedes Wortsegment lange genug zu fixieren. Buchstaben oder Wortsegmente werden in Zeiträumen von 100 bis 500 Millisekunden am Monitor gezeigt - je nach Aufnahmefähigkeit des Kindes. Benötigt es zu lange, um Wörter zu erfassen, so ist diese Fähigkeit durch Training, in dem die Zeitintervalle allmählich verkürzt werden, zu therapieren.
Andere machen während des Lesens zu große Blicksprünge: Dabei überfliegen die Augen mehrere Buchstaben des Wortes. Aus Donnerstag wird beispielsweise: Donntag. Für diesen Fall präsentiert die Software einen Text, bei dem das jeweils zu lesende Wortsegment farbig unterlegt ist. Die Markierung springt von einen Wortsegment zum anderen und bestimmt so die Größe der Blicksprünge. Damit der Leser beim Lesen eines Wortes nicht durch den Rest des Textes abgelenkt wird, ist dieser nur schwach zu sehen.
Manche Patienten wiederum buchstabieren jedes Wort. Dann hilft das Programm ihnen zu lernen, die einzelnen Schriftzeichen zu einem Segment zusammenzufassen. Dazu erscheinen Wörter oder Wortsegmente für weniger als 250 Millisekunden auf dem Monitor - ein Siebenjähriger kann in dieser Zeit ein Wort problemlos erkennen. Die kurze Darbietungszeit verhindert, dass die Kinder Buchstaben für Buchstaben betrachten und zwingt sie so, ganze Worte zu erfassen. Laut Reinhard Werth ist das Programm individuell einsetzbar - und „bei entsprechender Motivation und etwa zehnminütiger, konzentrierter Übung pro Tag, kann die Lesefähigkeit bereits nach weniger als drei Monaten entscheidend verbessert werden.
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Leserbrief in GEO 12/2002 WEITER EMPFOHLEN |
Über eine neue Software, um Legasthenikern zu helfen, berichtete GEOskop Nr.9/2002: "Wenn das Auge schludert"
Seit 3 Monaten benutzen wir äußerst erfolgreich das in GEO vorgestellte Software-Programm „celeco“. Vier Jahre hatten wir zuvor täglich mit unserem jetzt zehneinhalbjährigen Sohn in allen Varianten das Lesen geübt. Leider ohne nennenswerte Erfolge. Seit ihm eine Lesestörung attestiert wurde, befand er sich in Legasthenietherapie. Erst eine neue, sehr qualifizierte Deutschlehrerin erkannte die genaue Ursache und empfahl uns das Programm. „celeco“ ist unserer Meinung nach eine hervorragendes Leselernprogramm, das sicherlich noch vielen Kindern - und auch Erwachsenen helfen wird, nicht nur sicher, sondern auch schnell lesen zu lernen.
Christina Blahusch;via E-Mail
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Deutsche Apothekerzeitung 142. Jahrgang 25.04.2002 Nr. 17 |
Der Neuropsychologe Reinhard Werth vom Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der LMU München hat ein Lernprogramm gegen Legasthenie entwickelt. Am Computer können Schulkinder, die von einer Leseschwäche betroffen sind, individuell therapiert werden. Ursprünglich behandelte Werth mit der Methode der Gesichtsfeldbestimmung Kinder, die aufgrund von Hirnstörungen Probleme beim Sehen hatten.
Lesen ist ein komplexer Vorgang, bei dem verschiedene Leistungen vom Gehirn erbracht werden müssen: die Fixierung eines Wortteils, das Erkennen von Buchstaben, Worten und Wortsegmenten sowie der Blicksprung zum nächsten Wortteil. Bei all diesen Vorgängen kann es zu Fehlern einer Himfunktion kommen, die dann zu Leseschwächen, der so genannten Legasthenie, führen. Mit Hilfe von verschiedenen Leseübungen und viel Training gelingt es zwar in der Regel die Schwäche zu kompensieren, leicht fällt dies den betroffenen Kindern jedoch nicht. Vielleicht kann der Computer ihnen künftig beim Lesenlemen Unterstützung bieten. Das von Werth entwickelte Lernprogramm wurde so konzipiert, dass damit alle möglichen Phänomene behandelt werden können. Mit dem computergestützten Lern- und Diagnoseprogramm erforscht der Neuropsychologe zuerst den individuellen Grund für die Leseschwäche eines Kindes.
Wenn "Donnerstag" zu
"Donntag" wird.
Das Programm kann Buchstaben, Wortsegmente und ganze Worte so darstellen,
dass die Ursache einer Lesestörung erkennbar wird. Der Cursor zeigt den
Kindern an, wo oder was sie gerade lesen sollen. Eine häufige Ursache für
Legasthenie sind z. B. zu große Blicksprünge über zehn Buchstaben hinweg, so
Werth. Dabei macht der Leser mit den Augen einen großen Satz zum nächsten
Wortsegment und kann dadurch manche Buchstaben nicht mehr sehen. Er liest
zum Beispiel statt Donnerstag nur Donntag, erklärt der Neuropsychologe. Mit
dem Programm könne diese Störung abtrainiert werden, indem der zu lesende
Text farbig markiert wird und die rechts folgenden Wortsegmente nur schwach
zu sehen sind. Mit der Zeit wird der Kontrast rechts dann verstärkt, das
Wortsegment wird immer besser lesbar. Die Wirkung des Lemprogramms ist
unterschiedlich, so Werth. In schwierigen Fällen brauchten die Kinder ein
halbes Jahr, bis sich eine positive Wirkung einstellt. Manchen genüge aber
auch schon eine halbe Stunde.
pte
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MünchnerLehrerZeitung 1/2002 THERAPIEPROGRAMM BEI LESESTÖRUNGEN |
In dem Referat "Legasthenie und andere Lesestörungen. Ein neues Diagnose- und Therapieprogramm", das bei der Deutschtagung der Abteilung Berufswissenschaft des BLLV am 08.12.01 vorgetragen wurde, erklärte der in München tätige Referent PD Dr. Dr. Reinhard Werth, wo und wie aus medizinischer Sicht Lesemängel Festzustellen sind, und welche Therapien als Gegenmaßnahmen angewandt werden können. Voraussetzungen des Lesens sind zunächst das Erkennen bzw. Kennen von Buchstaben, Segmenten und/oder Wörtern. Das flüssige Lesen besteht aus einer Abfolge von Fixationsphasen und Blicksprüngen während derer visuelle Leistungen ununterbrochen an- und abgeschaltet werden. Um ein Wort zu lesen, muss mit dem Wortsegment/Wort eine Lautfolge verbunden werden. Wir müssen dazu in der Lage sein, zu Buchstaben und Buchstabenverbindungen gehörende Laute und Lautfolgen im Gedächtnis zu speichern und im Augenblick des Lesens, das im Gedächtnis Gespeicherte rasch und ohne Fehler abzurufen. Zusätzlich muss auch die Bedeutung von Wörtern und Sätzen aus dem Gedächtnis abgerufen bzw. erkannt werden.
1. Fixieren
Ein Schüler (im übrigen auch wir Erwachsene) liest somit stufenweise. Diese
Stufenfolge ist dreigliedrig. Werth meinte, dass Lesedefizite während jeder
Stufe erfolgen können. Eine Aufmerksamkeitseinengung bei der Suche des
Fixationspunktes resultiere bei manchen Kindern z. B. mit zunehmender
Entfernung vom Fixationspunkt.
2. Segment/Wort erkennen
Viele Betroffene könnten zwar einzelne, allein stehende Buchstaben lesen,
erkennen aber dieselben Buchstaben nicht mehr, falls sie maskiert werden.
Dies ist beim Lesen eines Wortsegments oder eines Wortes aber immer der
Fall.
3. Blicksprung
Aus Messungen bei der dritten Stufe, der des "Blicksprungs", ergibt sich im
Normalfall eine rhythmische Sprungkurve. Diese sieht bei Kindern mit
Defiziten mitunter ganz anders aus. Bei diesen Kindern springt das Auge
unkoordiniert von links nach rechts, und der Blick rückt nicht normal nach
rechts weiter. Sämtliche Lesedefizite stünden übrigens in engem Zusammenhang
mit Hyperaktivität und ADS (Aufmerksamkeitsdefizit - Syndrom) bemerkte Werth.
Ankand eines Tests am PC können Eltern, Lehrer oder Therapeuten die Mängel
lativ leicht lokalisieren. Das Lesen müsse dann an der bestimmten Stelle der
Stufenfolge gezielt aufgebaut werden, so beschriebt Werth den Kern seines
Therapieprogramms. Aber Vorsicht bei falscher Diagnose oder übersehenen
Lesefehlern! Auch Lesefehler werden systematisch antrainiert!
Heinz Preß
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BUS 40 - 2/2000 COMPUTER UND SCHREIBEN LERNEN |
Dr. Dr. Reinhard Werth
Priv. Dozent am Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin,
Ludwig-Maximilians-Universität München
Legasthenie - Ursachenbezogene Diagnostik und Förderung
Durch die Unfähigkeit oder verminderte Fähigkeit, das Lesen und Schreiben auf dem für das Alter zu erwartenden Niveau zu erlernen, wird zahlreichen Schülern und Schülerinnen ein Schulabschluß vorenthalten, den sie aufgrund ihrer sonst guten und in manchen Fällen sogar weit überdurchschnittlichen intellektuellen Fähigkeiten mühelos erreichen könnten. Das Bayerische Staatsministeriumfür Unterricht und Kultus hat den Umgang mit L.egast1ienie und Teilleistungsstörungen in bayerischen Schulen neu geregelt (s. Amtsbl. Dez. 1999). Hierdurch wird die Schlüsselrolle der Lehrer in der Diagnose und im Umgang mit lese- und rechtschreibschwachen Schülern weiter ausgebaut. Der Appell zur Rücksichtnalime auf die besondere Erschwernis, der diese Kinder ausgesetzt sind, soll helfen,eine Unterbewertung der betreffenden Schüler und Schülerinnen zu vermeiden. Die Vorschrift gezielter Fördermaßnahmen will die Lese- und Rechtschreibschwäche lindern oder beheben und einen angemessenen Schul- und Berufsweg zu ebnen. Wie in den Richtlinien der Staatsregierung korrekt charakterisiert, handelt es sich bei dem, was unter den Begriff der Legasthenie subsummiert wird, um eine biologisch bedingte Störung mit unterschiedlichen Ausprägungen, die auf ganz verschiedenen Ursachen beruhen kann. Die Bedeutung ursachenbezogener Fördermaßnahmen lassen sich an zwei einfachen Beispielen aus der therapeutischen Praxis verdeutlichen. So beobachtet man z.B. bei einer großen Zahl von Kindern, die in ihren Leseleistungen weit hinter den Leistungen ihrer Klassenkameraden zurückbleiben, eine völlig falsche Blickstrategie mit unangemessen kurzen Fixationsphasen. Das sind Ruhephasen der Augen, innerhalb derer mehrere Buchstaben (Wortsegmente oder Wörter) gleichzeitig gelesen werden. Diese Kinder erwecken den Eindruck, daß sie einfach nicht richtig hinsehen, was im Text geschrieben steht. Endungen oder ganze Wörter werden ausgelassen, gelesene Wörter sind entstellt, oft scheinen die Kinder geradezu zu phantasieren, was im Text stehen könnte. Übt man mit diesen Kindern nur das Lesen, ohne die inadäquaten Fixationsphasen zu korrigieren, so ist keine entscheidende Besserung zu erreichen und die zu kurzen Fixationsphasen können sich weiterhin verfestigen. Wurde die Blickstrategie bei den vom Autor therapierten Kindern, die an einer derartigen Lesestörung litten, jedoch korrigiert, so kam es binnen weniger Wochen zu einer drastischen Reduktion der Fehlerraten. Das gleiche gilt für Lesestörungen, in der Wortsegmente zwar lange fixiert werden, jedoch versucht wird, innerhalb einer Fixationsphase mehr Buchstaben simultan zu erkennen, als es dem betreffenden Leser möglich ist. Hier kommt es darauf an, dem Schüler eine Lesestrategie zu vermitteln, bei der innerhalb einer Fixationsphase nur so viele Buchstaben erkannt werden sollen, wie es der Fähigkeit des Schülers entspricht. Es würde auch hier nicht zum Ziel führen, nur das Lesen zu üben, ohne die Ursache der Störung zu berücksichtigen.
Meist ist es nicht eine einzige Ursache, die die Lesestörung hat entstehen lassen. Mehrere Ursachen überlagern und beeinflussen sich. Dennoch wurden ursachenbezogene Lesetherapien bisher nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Eine ursachenbezogene Förderung war schon deshalb nicht realisierbar, weil die Untersuchung von Lesestörungen in aller Regel keine angemessene Ursachenforschung beinhaltete, denn sie ist technisch aufwendig und in der Regel universitären Forschungseinrichtungen vorbehalten. Heutige Erkenntnisse über die am Lesen beteiligten biologischen Abläufe und ihre Störungen versetzen uns in die Lage, computergestützte Verfahren zu entwickeln, die eine rasche und dennoch für die Praxis hinreichend genaue Eingrenzung der Ursachen von Lesestörungen ermöglichen. Darüberhinaus lassen sich Programme zur Therapie von Lesestörungen entwerfen, die auf die Ursachen der Lesestörung zielen. Derartige Entwicklungen sollten in enger Kooperation mit Lehrern und Lehrerinnen, in deren Hände die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Diagnostik und Therapie von Lesestörungen weitgehend liegt, stattfinden.>
Am Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München haben wir aufgrund langjähriger Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von Lesestörungen computergestützte Verfahren entwickelt, die in den bekannten Lesetests nicht erfaßbare Ursachen von Lesestörungen erkennbar machen und die eine ursachenbezogene Therapie erlauben. Wir haben diese Verfahren seit mehreren Jahren in der klinischen Praxis angewendet und können sie nun auch Lehrern und Lehrerinnen zur Verfügung stellen. Wir möchten Lehrer und Lehrerinnen aus Grundschulen bitten, sich an einer Erprobung computergestützter Diagnose und Therapieverfahren zu beteiligen und ihre Erfahrungen und Ratschläge in die Weiterentwicklung einzubringen.
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Süddeutsche Zeitung Nr. 39 Freitag, 15. Februar 2002 |
Von Elisabeth Höfl-Hielscher
Rund vier Prozent aller deutschen Schulkinder tun sich beim Lesen und Schreiben lernen, obwohl sie normal intelligent und belastbar sind, so schwer, dass sie als Legastheniker gelten. Förderung und Training haben meistens wenig Erfolg - bis jetzt. Doch nun gibt es eine neue Methode, mit der Praktiker wie etwa Bettina Kinn, die Leiterin des Forums Legasthenie im Sabel-Schulzentrum, "äußerst positive Erfahrungen" machen. Das patentierte computergestützte Diagnose- und Übungsprogramm für Lehrer, Therapeuten und Eltern basiert auf den Forschungen des Münchner Neuropsychologen Reinhard Werth vom LMU-Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin. Werth behandelt seit langem auch Kinder, die nach Unfällen oder Schlaganfällen erblindet sind. Er hat die Methoden der Gesichtsfeldbestimmung weiterentwickelt und schließlich ein Sehtrainingsgerät für ältere Kinder mit Teilerblindung bauen lassen. Das sprach sich bei den Kinderärzten herum, und bald schickten sie ihm auch kleine Patienten mit Lesestörungen zur Untersuchung auf eventuelle neurologische Ursachen. "Dabei hat sich gezeigt, dass die Diagnose Legasthenie viel zu grob ist", sagt Werth. In Wirklichkeit handle es sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Leistungsstörungen. "Lesen" spielt sich offenbar in drei Phasen ab: auf das reine Sehen eines Wortes oder Wortteils reagiert das Gehirn mit der "Fokussierung der Aufmerksamkeit". Danach folgt das "Erkennen" - das Gedächtnis verbindet die Buchstaben mit Lauten und dann mit einer Bedeutung. Erst danach geht's weiter mit einem "Blicksprung" zum nächsten Wort (-teil). In jeder dieser Phasen, so Werth, kann es Defekte geben. Besonders häufig sind Sehstörungen durch "unpassende Augenbewegungen". Oder unbewusste Aufmerksamkeitsmängel, die dazu führen, dass ein Kind von einem Wort nur z.B. zwei oder drei Buchstaben erfasst. Oder der Blicksprung ist wegen einer Fehlsteuerung des Gehirns, "die aber keine Hirnschädigung ist", zu groß und das Kind überspringt ganze Wortteile. Manche Kinder versuchen auch unbewusst die Worte im Ganzen zu erkennen. Das klappt bei kurzen, wie etwa "ich", nicht aber bei Wörtern mit fünf und mehr Buchstaben. Alle diese Störungen kann man, wenn sie nur exakt genug diagnostiziert sind, "sehr gut regulieren", erklärt Werth, der darüber kürzlich auch ein Buch veröffentlicht hat ("Legasthenie und andere Lesestörungen. Wie man sie erkennt und behandelt", Becksche Reihe). Dazu reichen schon zwischen zwei Wochen und drei Monaten, mit fünf bis zehn Minuten Übung täglich. Dafür hat Werth gemeinsam mit dem Elektrotechnik-Ingenieur Tobias Bamer eine spezielle Software entwickelt und mit Unterstützung des Bayerischen Wissenschaftsministeriums die Vertriebsfirma "celeco GmbH" gegründet. Das Prinzip ist schwer zu erklären, in der Anwendung durch das Kind aber sehr einfach: Je nachdem, was im einzelnen trainiert werden soll, wandert der Cursor am Bildschirm langsam oder schnell über die Wörter des Übungstextes. Manche Legastheniker-Kinder müssen üben, "überhaupt mal richtig hinzugucken", so Werth. Andere sehen zwar korrekt, doch es hapert beim Erkennen der Bedeutung. Auch dafür gibt es spezielle Programme, die an ein Ratespiel erinnern. Werth spricht von erstaunlichen Erfolgen: "Manche Kinder hatten es bei mir im Labor nach einer halben Stunde heraus." In sehr hartnäckigen Fällen könne es auch ein halbes Jahr dauern. Versager? "Die gibt es nur ganz selten". Davon versucht er nun landauf, landab, mit Vorträgen in der Lehrerakademie in Dillingen, in Schulen und bei Logopäden die Fachleute zu überzeugen. Übrigens: Anders als Schulbücher berücksichtigt das Bildschirm-Training bei der Grafik die Tatsache, dass sehr viele Buben rot-grün-blind sind, also Rot und Grün verwechseln. "Das ist wichtig, denn unter Legasthenikern sind kaum Mädchen." Warum das so ist, kann Werth, der sich als Hirnforscher auch mit Studien über die neurobiologischen Grundlagen des Bewusstseins einen Namen gemacht hat, noch nicht sagen.
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Eltern for Family 6/2002 LERNPROGRAMM HILFT BEI LESESCHWÄCHE |
Wenn ein Kind partout nicht Lesen lernt, hat das meist wenig mit Faulheit oder Dummheit zu tun. Sondern mit Ursachen, die nur schwer zu entdecken sind. Das Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Universität München hat daher ein spezielles PC-Programm für Kinder mit Leseschwäche entwickelt. Mit einem Diagnoseprogramm wird zunächst nach der individuellen Störung gefahndet. Ist diese gefunden, kann das computergestützte Therapieprogramm beispielsweise helfen, die häufig zu großen Blick- und Lesesprünge (das Wort "Salzwasser" wird beispielsweise zu "Salser") zu normalisieren. Bei manchen Kindern führen schon wenige Therapiestunden zu einem Erfolg, bei anderen muss man einige Monate Geduld haben.
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