Unsere Erfahrungen mit der Grundschule, die mein Sohn besucht hat und mit Schulen die es besser machen:
Vorab, was man eigentlich am Schluß fragt: "Und was lernen wir daraus?"
Antwort: Liebe Eltern, Ihre Intuition wird Sie selten im Stich lassen! Wenn Sie das Gefühl haben, es müsste mehr für Ihr Kind getan werden, dann setzen Sie sich durch und lassen sich bitte nicht von irgendwelchen Lehrern oder Schulpsychologen mit den Worten: "Das sind anfängliche Schwierigkeiten, die geben sich noch" oder "Das ist noch zu früh um genaueres zu sagen, dass kann sich alles noch ändern" oder ähnlichem hinhalten oder vertrösten. Alles Quatsch. Man kann es testen, man kann sehr früh testen und man kann etwas dagegen unternehmen, die meisten sind nur zu faul oder zu gleichgültig.
Mag sein, dass es sich wirklich im Laufe der Zeit verbessern würde! Aber, alleine die Bemerkung: " Das sind anfängliche Schwierigkeiten..." sagt ja aus, das Probleme vorhanden sind, dennoch kann und sollte man bereits hier den Kindern helfen. Warum warten bis die Probleme größer werden? Warum soll man die Kinder "quälen" und Ihnen nicht unterstützend unter die Arme greifen? Hier müssen meistens Sie die Initiative ergreifen! (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Leider ist es so, dass einige Schulen und Lehrer zu bequem sind, sich ein wenig mehr um Kinder zu kümmern, die halt einfach mehr und teilweise auch andere Lehrmethoden benötigen. Es wäre schon viel gewonnen, der/die betreffende Lehrer/in sich den Problemen stellen würde und nicht alles auf die "lange Bank" schieben würde, sondern sich wenigstens mal eine halbe Stunde Zeit für Sie als Eltern nehmen würde und Ihnen Tipps geben würde, wie Sie Ihrem Kind die beste Unterstützung geben können.
Und hier gibt es viele Möglichkeiten, Ihrem Kind so früh wie möglich Hilfe zukommen zu lassen. Das wichtigste ist aber zu allererst wirklich feststellen zu lassen, wo genau die Probleme bei Ihrem Kind liegen. Hierzu sollten Sie sich an einen Kinder- und Jugendpsychiater wenden, da es viele verschiedene Formen von LRS (Lese- und Rechtschreibschwäche), Legasthenie (Lese- und Rechtschreibstörung), Dyskalkulie (Rechenschwäche) gibt. Leider gibt es hier oft horrende Wartezeiten bis Sie einen Termin bekommen. Mit Sicherheit ist es aber niemals verkehrt, sich mit dem Thema näher zu befassen, wenn die eigenen Kinder davon betroffen sind. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen auf unseren Seiten auch gute Literatur an. Lesen Sie einfach mal wieder ein Buch und nutzen Sie die Gelegenheit, dadurch mehr über die Probleme Ihres Kindes, deren Bewältigung zu erfahren. Ihrem Kind ist auch schon viel geholfen, wenn Sie eventuell durch ein Buch einfach gelernt haben, Ihr Kind besser zu verstehen, was in ihm/ihr vorgeht.
Viele hartnäckige LRS und Legasthenie Fälle, hätten vorallem in ihren psychischen Ausmaßen vermieden werden können, wenn man sich nur frühzeitig genug besser mit dem Thema "Schulschwierigkeiten" bzw. "Teilleistungsstörung" befasst hätte und den betroffenen Kindern von zu Hause aus unterstützend unter die Arme gegriffen hätte. Hier möchte ich aber auch noch mal darauf hinweisen, das LRS Betroffene und Legastheniker eine spezielle Unterstützung brauchen, die durch eine allgemeine Nachhilfe nicht zu realisieren ist.
Man muss sich als Elternteil wirklich einfach durchsetzen und den Schulen/Lehrern mal "auf die Füße treten" und auf ein Gespräch drängen. Machen Sie der Schule klar, dass Sie Unterstützung brauchen und von der Schule haben wollen. Bitten Sie um eine Testung Ihres Kindes, bitten Sie um Informationen, was die Schule für diese Kinder tut und fragen Sie, was Sie tun können und lassen Sie sich bitte nicht vertrösten. Ich habe leider zu lange den Worten von Schulen und Lehrern geglaubt. Ein fataler Fehler, der mir heute nicht mehr passieren würde. Ich hätte meinem Sohn zumindest die psychischen Auswirkungen und Frustrationen vielleicht ersparen können. Da ich leider Geschehens nicht mehr rückgängig machen kann, habe ich beschlossen, wenigstens meine Erfahrungen weiterzugeben, um so zu verhindern, dass Sie eventuell den gleichen Fehler begehen wie ich.
Je früher Sie anfangen Ihrem Kind zu helfen, desto besser.
Zur Ehrenrettung einiger Schulen möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir sehr viel Pech hatten mit der Grundschule in die mein Sohn gegangen ist. Aus vielen Telefonaten mit betroffenen Eltern (durch meine erste Homepage) habe ich auch erfahren, dass es einige Schulen gibt, die sich doch sehr viel mehr Gedanken über Ihre Schüler machen. Ich hatte auch einige Gespräche mit Schulen, die auch Software bei mir bestellt haben, um so Ihren Schülern zu helfen. Ich möchte mich bei diesen Schulen bedanken und diese ermuntern so weiter zu machen, wir freuen uns darüber, dass es auch so geht und die Welt nicht nur schlecht ist. Danke für jede Unterstützung, die diesen betroffenen Kindern zu Teil wird. Und den anderen Schulen möchte ich gerne ans Herz legen, sich doch ein wenig mehr um die Kinder zu kümmern, die einfach etwas mehr Hilfe nötig haben.
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